DORMA steigert Ergebnis vor Steuern um über 65 Prozent
Ein Jahr der Konsolidierung und Restrukturierung
Düsseldorf/Ennepetal. Der Weltmarktführer für Türschließtechnik DORMA konnte das Ergebnis vor Steuern (EBT) im Geschäftsjahr 2003/04 (30.06.) um 65,3 % auf 45,8 Mio. € (Vorjahr 27,7 Mio. €) steigern. Das teilte DORMA Geschäftsführer Dr. Michael Schädlich im Rahmen der Bilanzpressekonferenz in Düsseldorf mit. "In einem Jahr der Konsolidierung hat sich das Unternehmen konsequent den Themen Kostensenkung, Restrukturierung und Effizienzsteigerung gewidmet", betonte der CEO. Währungseinflüsse belasteten den Nettoumsatz der Gruppe mit 18,5 Mio. €, der gegenüber dem Vorjahr um 2,2 % auf 648,7 Mio. € nachgab. Die Akquisitionen hatten im laufenden Geschäft nur einen geringen Einfluss mit 2,1 Mio. €. "Somit erhalten wir eine vergleichbare Umsatzgröße von 665,1 Mio. €, was in etwa dem Vorjahreswert von 663,1 Mio. € Nettoumsatz entspricht", erläuterte Dr. Schädlich. Das Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) konnte deutlich auf eine Umsatzrendite von 7,4% (Vorjahr 4,7%) gesteigert werden. Der Cashflow stieg im Berichtsjahr um 6,8 Mio. € auf 64,9 Mio. €.
Außerhalb Deutschlands deutlich bessere Entwicklungen
Das Geschäftsjahr 2003/04 erbrachte für den Kernmarkt Deutschland keine wirtschaftliche Erholung. Weltweit hat sich das Geschäft für DORMA deutlich besser entwickelt. Erfreuliches Wachstum (in Euro) konnten vor allem die Regionen Emerging Markets ( 31,6%), Golf ( 29,6%), Australien ( 20,6%), Südeuropa ( 20,1%) und Frankreich ( 8,7%) verzeichnen. Im Wesentlichen währungsbedingt sind die rückläufigen Entwicklungen in den Regionen Nordamerika (-19,5%), Skanbalt (-7,4%), Zentraleuropa (-6,3%) und Asien
(-2,1%). Dr. Schädlich wertete das weltweite Wachstum als erfreulichen Gegenpol zur deutschen Situation.
Schwerpunkte Kostensenkung und Restrukturierung
Das Berichtsjahr stand im Zeichen von Kostensenkung, Restrukturierung und Effizienzsteigerung. So habe beispielsweise der nach dem 11. September erfolgte Planungsstopp für Neubauten mit zeitlicher Verzögerung zu erheblichen Einbußen im US-weiten Objektgeschäft für Raumtrennsysteme geführt, erläuterte Dr. Schädlich. "Wir haben unmittelbar reagiert und sofortige Strukturanpassungen bei der US-Tochter Modernfold Inc. vorgenommen". Weitere Maßnahmen betrafen das Geschäft mit automatischen Türsystemen. In der Kölner Produktionsstätte ist im Berichtsjahr ein Kompetenzzentrum für gebogene Türen eingerichtet worden. Auch die Restrukturierung bei der Bonner Tochtergesellschaft MBB Gelma ist fortgesetzt worden. Schließlich sei, so der Geschäftsführer weiter, ein Teil der Schlossproduktlinie in eine Kooperation mit der Firma WILKA überführt und ein weiterer Bereich ins DORMA Werk nach Ennepetal verlagert worden.
Zudem hat DORMA mit konsequenten Kostensenkungsmaßnahmen im Rahmen des Projektes "Fit for Future" die ursprünglichen Ziele sogar noch übertroffen.
Dr. Schädlich: "Wir haben insgesamt seit Dezember 2002 eine Ergebniswirkung von 43,5 Mio. € erreicht."
Die Anzahl der DORMA Mitarbeiter sank im Jahresdurchschnitt auf 5.510 Mitarbeiter. Das sind 80 weniger als im Vorjahreszeitraum. Dabei müsse, so der CEO, berücksichtigt werden, dass 86 Mitarbeiter durch kleinere Akquisitionen hinzukamen. Die Investitionen in Sachanlagen betrugen 30,7 Mio. € und liegen damit ungefähr auf Vorjahresniveau (30,2 Mio. €).
Gute Perspektiven für DORMA
"Ein Unternehmen lebt nicht vom Kostensparen allein", weiß der Geschäftsführer. Verstärkte Vertriebsanstrengungen, innovative Produkte und die weltweit verstärkte Umsetzung des Systemgedankens sollen bei DORMA noch mehr Kundennähe schaffen. Ein gezieltes Augenmerk liege hier auf dem verstärkten Benchmarking innerhalb und außerhalb der DORMA Gruppe. Mit den Projekten "Fit for Sales" und "Focus Sales" seien diese Aktivitäten bereits im Berichtsjahr angelaufen.
"Unser Ziel ist, unseren Kunden mit neuen Angeboten Perspektiven für erweiterte Geschäfte zu eröffnen", betonte Dr. Schädlich. Und: "Als verlässliche Größe im Markt können Kunden und Mitarbeiter auf uns zählen." DORMA sei stolz auf seine langjährigen Kundenbeziehungen und seine leistungsfähigen Mitarbeiter. Mit diesem Potenzial besitze DORMA in einem immer schärfer werdenden Wettbewerb hervorragende Zukunftsperspektiven.
Ennepetal, 04.10.2004
DORMA Unternehmensgruppe
DORMA ist ein internationaler Systemanbieter von Produkten rund um die Tür. In den Bereichen Türschließtechnik und mobile Raumtrennsysteme ist das Unternehmen Weltmarktführer, bei automatischen Türsystemen weltweit die Nr. 2. DORMA ist in den Geschäftsfeldern Türtechnik, Automatic, Glasbeschlagtechnik, Sicherungstechnik/Zeit- und Zutríttskontrolle sowie Raumtrennsysteme tätig. Wesentliche Produktionsstätten liegen in Europa, Singapur, Malaysia, China sowie Nord- und Südamerika. Die Unternehmensgruppe erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2003/2004 (30.06.) einen Umsatz von 649 Mio. Euro. DORMA beschäftigt weltweit rund 5.500 Mitarbeiter. Die international operierende DORMA Gruppe mit 62 eigenen Gesellschaften in 44 Ländern hat ihren Hauptsitz in Ennepetal.
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CEO Dr. Michael Schädlich
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